Je nach Projekt

Aufstockung, Dachausbau, Anbau: 1,25 kg pro Quadratmeter.

Wenn man ein Geschoss aufsetzt oder ein Dachgeschoss ausbaut, zählt jeder Zentimeter, und jedes Kilo auch. Und die Heizung des Hauses wurde nicht für einen zusätzlichen Raum ausgelegt.

Drei Hindernisse, eine Antwort

Ein Geschoss, das man aufsetzt, ein Dachgeschoss, das man ausbaut, ein Anbau: Die Heizung stößt dort auf drei Hindernisse.

  • Die Höhe. Jede Bodenschicht geht von der Raumhöhe ab.
  • Das Gewicht. Die Decke ist oft aus Holz, und jedes Kilo zählt.
  • Die bestehende Heizung. Ein Heizkessel oder eine Wärmepumpe ist für die ursprüngliche Fläche dimensioniert. Für eine zusätzliche Etage fehlen ihr laut Hersteller oft Leistung, Wege für die Rohre, der Platz für einen zweiten Heizkreis.

Eine elektrische Heizung von 5 mm beantwortet alle drei: Sie wiegt fast nichts, nimmt fast keine Höhe weg und hängt an ihrer eigenen Stromversorgung.

Der Vergleich

Höhe und Gewicht ohne Bodenbelag, laut Hersteller.

System Höhe Gewicht Statik Anschluss
Wassergeführte Fußbodenheizung, in Estrich eingegossen 45 bis 65 mm 90 bis 130 kg/m² statische Berechnung; auf einer Holzbalkendecke oft nicht möglich Rohre bis zur Zentralheizung, Heizkreisverteiler
Wassergeführtes Dünnschichtsystem 15 bis 30 mm 15 bis 35 kg/m² zu prüfen Rohre bis zur Zentralheizung
Wassergeführtes Trockenbausystem mit Wärmeleitblechen 20 bis 50 mm 20 bis 40 kg/m² zu prüfen Rohre bis zur Zentralheizung
Carbon-Fußbodenheizung 5 mm; 23 bis 28 mm mit Trockenestrich rund 1,25 kg/m² ohne Auswirkung 230 V, ein Thermostat pro Raum

Mit Parkett oder Vinyl beträgt die fertige Höhe 13 bis 20 mm. Die Einzelheiten je Bodenbelag stehen auf der Seite Verlegung ohne Estrich.

Zwei Aufstockungen, die der Hersteller nennt

Zwei Wohnungen, auf ein Haus in Bayern aufgesetzt. Die Geschosshöhe war knapp, und die Geothermieanlage des Hauses konnte die neue Etage nicht heizen. Die gewählte Lösung: 5 mm Heizung und 2 cm Trockenestrich, 80 m² in anderthalb Tagen verlegt, ein Thermostat pro Raum. Die ursprüngliche Anlage heizt den Rest des Hauses weiter.

Ein aufgestocktes Haus in Süddeutschland. Die Decken hatten keine Betonplatte, und ihre Traglast war begrenzt. Eine wassergeführte Fußbodenheizung wäre zu schwer und zu hoch gewesen. Die Heizung wurde in den Wohnräumen an einem Tag verlegt; die Bewohner sprechen von rund 5 °C mehr in einer halben Stunde.

Der Hersteller beziffert den Unterschied bei der Investition: rund 20.000 € weniger als mit einer Wärmepumpe im ersten Fall, bis zu 18.000 € weniger als mit einer wassergeführten Fußbodenheizung im zweiten. Das sind seine Zahlen, von zwei deutschen Baustellen: Wir geben sie wieder, ohne sie für Ihr Projekt zu garantieren.

Dachgeschoss, Anbau, Wintergarten

Das Prinzip ist dasselbe: Der zusätzliche Raum hat seine Heizung, an seiner eigenen Stromversorgung, ohne die des Hauses anzufassen. Unter einer Dachschräge folgt die Folie dem Grundriss des Raums bis zum Fuß der Schräge.

Ein Vorbehalt für stark verglaste Räume: Ein Wintergarten verliert viel Wärme. Die Berechnung Raum für Raum zeigt, ob der Boden allein reicht, um ihn zu heizen.

So läuft die Verlegung ab

  1. Die Planung: Bedarf jedes Raums, Verlegeplan, Leistung, Platz der Thermostate.
  2. Der Untergrund: Holzwerkstoffplatte, Trockenestrich oder Rohdecke, trocken und auf einem Meter bis auf 2 mm eben.
  3. Die Heizung: Reflexionsebene, Dämmung, Folie. Unter Fliesen oder in einem stark beanspruchten Bereich kommt ein Trockenestrich darüber.
  4. Der Strom: eine Leitung und eine Absicherung pro Raum, ein Thermostat pro Raum. An der bestehenden Heizung ändert sich nichts.
  5. Der Bodenbelag, dann die Kontrolle mit der Wärmebildkamera.

Der vollständige Ablauf steht auf der Seite die Verlegung, Schritt für Schritt.

Was nicht geht

  • Keine Folie in der Dusche, auch nicht unter fest eingebauten Möbeln.
  • Keine Fliesen ohne Entkopplungsmatte oder Trockenestrich: 23 bis 40 mm insgesamt.
  • Keine Verlegung auf einem feuchten oder unebenen Untergrund.

Für eine zusätzliche Etage oder einen zusätzlichen Raum: Beschreiben Sie Ihr Projekt, oder rufen Sie an.

Aktualisiert am 9. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Ihre Fragen zu diesem Thema.

Trägt eine Holzbalkendecke eine Fußbodenheizung?

Diese ja: rund 1,25 kg pro Quadratmeter laut Hersteller, gegenüber 90 bis 130 kg für eine in Estrich eingegossene wassergeführte Fußbodenheizung. Für die Statik zählt die Heizung nicht; der Bodenbelag dagegen wird wie üblich geprüft.

Muss die Heizung des Hauses erweitert werden?

Nein. Die neue Etage hat ihre eigene Heizung, an ihrer eigenen Stromversorgung, mit einem Thermostat pro Raum. Die bestehende Anlage heizt den Rest weiter.

Welche Aufbauhöhe im Dachgeschoss?

5 mm Heizung plus der Bodenbelag: 13 bis 20 mm insgesamt mit Vinyl oder Parkett, 35 bis 40 mm mit Trockenestrich und Fliesen, laut Hersteller.

Wie lange dauert die Verlegung?

Der Hersteller nennt eine Etage von 80 m², die in anderthalb Tagen verlegt wurde. Es gibt keinen Estrich, der trocknen muss: Der Rest der Baustelle geht sofort weiter.

Funktioniert das mit Solarmodulen?

Ja. In den beiden Aufstockungen, die der Hersteller nennt, läuft die Heizung mit der Photovoltaikanlage des Hauses; im Winter ergänzt das Netz.

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